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Was tun, wenn’s knirscht

Portraitbild Simone Stein
Simone Stein (Bild: Luisa Macharowsky)

Konfliktberatungsstelle der FAU

Simone Stein leitet die Konfliktberatungsstelle an der FAU. Der noch recht neue Service bietet FAU-Beschäftigten die Möglichkeit, sich in Konfliktsituationen an eine vertrauenswürdige Ansprechpartnerin zu wenden.  Wir haben uns mit Frau Stein über das Angebot unterhalten.

Wer kann den Service in Anspruch nehmen?

Für alle wissenschaftlichen als auch nichtwissenschaftlichen Beschäftigten der FAU gibt es Konfliktberatungsstellen. Sie können den Service kostenlos nutzen. Für Studierende gibt es andere Ansprechpartner, zum Beispiel die Sozial- und Rechtsberatung, oder die psychologisch-psychotherapeutische Beratungsstelle des Studentenwerks.

Wieso gibt es so viel Andrang gerade im Dezember?

Immer wenn das Arbeitsvolumen etwas geringer wird und Menschen mehr Zeit haben, sich mit Konflikten auseinanderzusetzen, wenden sich mehr Menschen an den Service. Oft kommen dann Konflikte auf den Tisch deren Lösung vorher vertagt wurde. Natürlich sind wir aber ganzjährig erreichbar.

Was kann man tun, um selbst einen Konflikt erfolgreich zu lösen?

Das offene Gespräch bewährt sich immer noch am besten. Anstatt dem anderen durch Taten zeigen zu wollen, dass man sich geärgert hat, sollte man den Konflikt so früh wie möglich ansprechen, denn: Je früher der Konflikt angesprochen wird, desto höher sind die Chancen ihn erfolgreich zu lösen.

Mit welchen Anliegen kann man sich an den Service wenden und was passiert dann?

Bei allen sozialen Konflikten mit Kolleginnen oder Kollegen, aber auch bei Konflikten mit Führungskräften. Es kann relativ harmlos sein, wie zum Beispiel eine Auseinandersetzung darüber wie oft das Fenster geöffnet wird. Schwerer zu lösende Konflikte gilt es aber auch immer wieder zu lösen, zum Beispiel, wenn Konflikte bereits mehrerer Jahre bestehen und sich verfestigt haben. Der Service ist in jedem Fall autark, und alles Besprochene bleibt vertraulich. Bevor ein Konflikt gelöst werden kann, müssen die Konfliktparteien die Ursache finden. Das ist oft leichter gesagt als getan. Dafür führen wir zuerst Einzelgespräche in denen die Bedürfnisse der Parteien ausgemacht werden. In einem zweiten Schritt findet ein gemeinsames Gespräch mit beiden Konfliktparteien statt. Das gemeinsame Gespräch löst den Konflikt schon oft. Voraussetzung ist die Bereitschaft der Beteiligten. Schaffen es die Beteiligten nicht eine gemeinsame Lösung zu finden, bleibt nur die Lösung durch eine übergeordnete Stelle wie zum Beispiel Vorgesetzte oder sogar Universitätsleitung.

Welchen Tipp haben Sie für unsere Leser?

Reden Sie wieder mehr miteinander und verzichten Sie bei Klärungen auf Email-Kommunikation. Kommunikation ist der Schlüssel, vor allem während Corona-Zeiten. Die Personalentwicklung bietet hierzu Seminare im Umgang mit Konflikten an, um die Kommunikation zu verbessern.

Reibungslos zusammenzuarbeiten bedeutet auch, Konflikte lösen zu können. Stößt man aber an die persönlichen Grenzen, steht unter anderem die Konfliktberatungsstelle (KBS) der FAU mit Rat und Tat zur Seite.

Die Konfliktberatung trägt durch ihren Service dazu bei, eine wertschätzende Universitätskultur und ein positives Arbeitsklima zu schaffen.

Mehr Informationen zum Angebot des Service gibt es unter www.intern.fau.de/personal-und-arbeitsleben/personalentwicklung/konfliktberatung