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Alles neu macht…Corona: Arbeiten an der FAU in der Corona-Zeit

Corona bedeutet für alle eine Veränderung der einen oder anderen Art; auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der FAU bleiben davor nicht verschont. Das kann einerseits Homeoffice oder aber auch Präsenzlehre unter bislang nicht gekannten Umständen bedeuten. Wir haben mit FAU-Mitarbeiter*innen gesprochen wie anders ihr Uni-Alltag jetzt ist.

Xenia Mercier, Betreuung international mobiler Forscherinnen und Forscher

Versucht 2020 trotz Corona zu einem guten Jahr zu machen: Xenia Mercier vom Welcome Center. (Bild: Peter Klinger)

„Letztlich hat sich mein Arbeitsplatz von Grund auf verändert. Im Welcome Center läuft der Kontakt mit internationalen Wissenschaftlern nur noch per E-Mail, selten über Zoom– die Gesichter zu den Namen fehlen jetzt, ebenso das Gefühl, ein stückweit persönlich am Leben der Wissenschaftler teilzuhaben. Auch die Atmosphäre unter Kolleginnen und Kollegen im Großraumbüro kann im Homeoffice nicht nachempfunden werden. Als ausschließlich schlecht empfinde ich das Homeoffice aber nicht. Zum Beispiel fällt der Mittagsstress weg und meine Familie isst definitiv mehr Mahlzeiten miteinander. Die Unterstützung die ich von Seiten der Uni erfahre ist toll, einerseits was die Unterstützung der Familie angeht, andererseits auch die Arbeit auf Vertrauensbasis. Obwohl ich mir die Umstände im Ganzen nie hätte vorstellen können, versuche ich Wege zu finden, 2020 trotzdem zu einem guten Jahr zu machen. Zum Beispiel indem ich mit meiner Familie am Wochenende eine geglückte, zurückliegende Woche feiere.“

Lars Bräuer vom Institut für Funktionelle und Klinische Anatomie

Am Institut für Anatomie haben sich die Arbeitsbedingungen sogar verbessert, findet der Leiter der Prosektur Prof. Dr. Lars Bräuer. (Bild: Deborah Pirchner)

„Mein Arbeitsplatz am Institut hat sich letzten Endes relativ wenig verändert: Hygienemaßnahmen waren auch schon vor Corona bei uns Alltag. In der Lehre ist das allerdings anders, im vergangenen Semester war es uns praktisch unmöglich, die regulären Präsenzveranstaltungen anzubieten (mit kleinen Ausnahmen). Glücklicherweise ist dies aktuell unter entsprechenden Auflagen wieder möglich – in Verbindung mit digitaler Lehre. Dabei bieten wir nicht nur Vorlesungen, sondern unter anderem auch den Mikroskopierkurs digital und virtuell an, was erstaunlich gut und reibungslos funktioniert. Kurse, wie zum Beispiel der Präparierkurs, die nicht digital abgehalten werden können, aber absolut essentiell für die Mediziner-Ausbildung sind, finden momentan auch wieder in Präsenzform statt. Zusammen haben wir hierfür ein explizites Hygienekonzept entwickelt. Den logistischen und organisatorischen Mehraufwand, der dafür nötig war und noch ist, nehmen wir für unsere Studierenden sehr gern in Kauf. Für letztere haben sich, unserer Meinung nach, die Arbeitsbedingungen sogar verbessert – kleinere Gruppengröße, individuellere Betreuung und die Möglichkeit zu Hause die Lerninhalte digital zu rekapitulieren waren bislang nicht selbstverständlich. Rückblickend können wir damit der Situation sogar etwas Positives abgewinnen.“

Aline Looschen aus dem Team Alumni- und Eventmanagement

Aline Looschen vom Team Outreach Support geht mit Flexibilität an die Veränderungen heran. (Bild: Christian Priebe)

„Fast die ganze Kommunikation läuft bei mir aus dem Homeoffice. Für mich ist das grundsätzlich eine positive Entwicklung: Es spart mir Zeit, Geld, und gibt mir die Möglichkeit, flexibler zu planen. Zum Beispiel kann ich zusammen mit meinem Partner, der ebenfalls im Homeoffice ist, mittags gemeinsam kochen oder Sport machen. Auch Termine kann ich unkompliziert koordinieren und via Zoom problemlos wahrnehmen. Allerdings vermisse ich den persönlichen Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen, und manchmal fällt es schwer, den richtigen Zeitpunkt zu finden, den Laptop zuzuklappen. Mein Verhalten hat sich insofern geändert, dass ich mehr denn je digital arbeite. Was Veränderungen im Eventmanagement betrifft, stehen wir vor großen technischen Herausforderungen, zum Beispiel welche Medien oder Tools wir nutzen können. Und dann ist da noch die Tatsache, dass eine Präsenzveranstaltung in digital niemals eins zu eins umgesetzt werden kann. Da ist Flexibilität gefragt.“

Susanne Kernwein aus dem Team der Studienberatung

In der Studienberatung sind Susanne Kernwein und Kollegen nach wie vor problemlos erreichbar. (Bild: FAU)

„Von jetzt auf gleich waren wir gefragt uns selbst im Homeoffice zu organisieren, eine Umstellung die manchen leichter als anderen fiel, teilweise musste improvisiert werden. Einer der Nachteile, die das Homeoffice mit sich bringt ist das Fehlen des persönlichen Kontakts zu Studierenden und Kolleg*innen. Wo man früher schnell im Nachbarbüro nachfragen konnte, gerade wenn es um Spezialanliegen ging, fehlte die Möglichkeit immer ad hoc Antworten zu bieten plötzlich. Ein Vorteil war, dass die Kommunikation mit international Studierenden einfacher wurde und wir jetzt akademische Beratungen per Zoom anbieten können – das gab‘s früher nicht. Auch die Organisation der Infotage mit rund 4.500 Teilnehmern und vielen Dozenten haben wir per Zoom reibungslos gemeistert. Die Büros der Studienberatung bleiben weiter geschlossen, nur in dringenden Fällen können Studierende nach vorheriger Terminvereinbarung mit der entsprechenden Abteilung eingelassen werden. Dennoch sind wir weiterhin da: Über unsere Erreichbarkeit via Telefon und E-Mail haben wir nur gutes Feedback erhalten.“

Alle Infos zum Forschen und Arbeiten an der FAU während Corona

Die Corona-Webseiten für Beschäftigte finden Sie unter www.fau.de/corona/arbeiten


Stark am Arbeitsplatz – trotz Corona!

Frau macht zuhause Yoga

Bild: Colourbox.de

Unter www.bgm.sport.fau.de stellt das Projekt zum universitären Gesundheitsmanagement viele Infos zusammen: Ergonomie, Gesundheitskurse und online eCoach sind nur einige der Themen. Dort können Sie sich auch für den Newsletter „miteinander gesund“ anmelden. Zur Meldung

 


Digital lehren und gleichzeitig Kinder betreuen?

Annette Keilhauer, Frauenbeauftragte

Bild: Stöhr/Kaplan

Die zweite Coronawelle führt zu mehr und mehr Kontaktreduzierungen. Vielleicht müssen auch Schulen und Kitas wieder schließen. Was bedeutet das für die Lehrenden an der FAU, die dann ihre Kinder von zuhause betreuen müssen? Ein Interview mit der Frauenbeauftragten der FAU, Prof. Dr. Annette Keilhauer. Zur Meldung


Der Corona-Lerneffekt ist enorm

Die Pädagogin Prof. Dr. Svenja Bedenlier hat im März 2020 ihre Juniorprofessur am Department Pädagogik und Institut für Lern-Innovation der FAU angetreten. Sie berichtet, welche Auswirkungen Corona auf ihre Lehre im Sommersemester hatte. Zur Meldung