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FAU-Doktorandin ist deutsche Vize-Schach-Meisterin

Kristin Braun am Schachbrett
Kristin Braun, wissenschaftliche Mitarbeitern am Lehrstuhl für Angewandte Mathematik, ist deutsche Vize-Schach-Meisterin. (Bild: Sebastian Siebrecht)

FAU-Forscherin Kristin Braun ist deutsche Vize-Meisterin im Schach. An der FAU forscht sie aktuell zum Thema Optimierung von Fahrrouten von Krankentransporten. Wir haben mit ihr über ihre beiden größten Leidenschaften gesprochen.

Dem Hobby Schach widmete Kristin Braun sich erstmalig im Zuge eines Ferienangebots im Alter von sechs Jahren. „Das war die Idee meiner Mutter.“, sagt Braun mit einem Lächeln. Mit sieben trat sie dann in einen Schachverein in Forchheim ein. Seit zwei Jahren spielt sie bei einem Schachverein in Nürnberg.

Mit der Teilnahme an Meisterschaften begann Braun schon sehr früh. „Anfangs waren es nur Kinderturniere, an der ersten richtigen Meisterschaft nahm ich mit acht Jahren teil“, erzählt Braun. Das war die Bayrische Mädchen Meisterschaft in der Kategorie U10. Um an einer Bayrischen Meisterschaft teilnehmen zu dürfen, muss man sich jedoch erst erfolgreich bei der mittelfränkischen Meisterschaft qualifiziert haben.

Wirklich trainieren kann man für eine Meisterschaft nicht, da man erst am Tag des Turniers erfährt, gegen wen man spielen wird.

Meisterschaft unter Coronabedingungen

Die offene deutsche Frauen Meisterschaft im Schach fand in Erlangen im Oktober 2020 in der Jahnhalle statt. Es war das erste längere Turnier seit Februar an dem Braun teilnahm. Als lange Turniere werden Turniere bezeichnet, bei denen bei den Runden eine Bedenkzeit von 2 Stunden gegeben ist, somit das Turnier daher länger dauert. Kurze Turniere oder sogenannte Blitzmeisterschaften haben lediglich eine Bedenkzeit von 3-5 Minuten, was das Spiel deutlich verkürzt. Auf Grund der Coronakrise lief die Meisterschaft etwas anders als sonst ab. Es herrschte Maskenpflicht, außer am Schachbrett und der Abstand zwischen den Brettern war größer als normalerweise. Auch gibt man sich normalerweise am Anfang des Spiels die Hand, darauf mussten die Teilnehmer jedoch verzichten.

„An Schach gefällt mir, dass es viel mit logischem Denken zu tun hat, man allerdings auf der anderen Seite auch viele Kontakte zu neuen Leuten knüpfen kann. Es ist ein komplexes und anspruchsvolles Spiel, welches immer wieder etwas Neues bereithält.“, sagt Braun.

Aktuell erfreut sich auch eine neue Netflix Serie, die sich mit dem Thema Schach beschäftigt großer Beliebtheit. „Das Damengambit“ gilt aktuell als die erfolgreichste Miniserie bei dem Streaming Dienst. Auf Grund dieser Serie, begannen viele Menschen mit dem Schach spielen. Diese Aufmerksamkeit für das Schach empfindet Braun als durchaus positiv. „Prinzipiell ist jede Werbung für das Schach gut, einige haben da ja noch einige Vorurteile.“

Meine Forschung in der angewandten Mathematik

Kristin Braun forscht seit Juli 2020 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Wirtschaftsmathematik, welcher zur angewandten Mathematik gehört. In ihrem aktuellen Projekt beschäftigt sie sich mit Optimierung von Fahrrouten von Krankentransporten. Hierbei wird errechnet, welches Fahrzeug zu welcher Zeit zu welchem Ort fährt, um die schnellste Strecke ausfindig zu machen. An diesem Gebiet gefällt Braun am meisten die anwendungsorientierte Ausrichtung. Die Forschung ermöglicht es ihr einen tieferen Einblick in gewisse Themengebiete zu bekommen, was ihr teilweise im Studium fehlte. Außerdem spricht sie die Lehre sehr an, auch wenn diese im Moment natürlich etwas anders abläuft als sonst.


Und was machen die anderen?

(Bild: FAU/Rebecca Kleine Möllhoff)

Haben Sie auch ein außergewöhnliches Hobby? Spielen Sie zum Beispiel in einer Band, gehen regelmäßig zum Fallschirmspringen oder häkeln Freundschaftsbändchen? Dann schreiben Sie doch eine Mail an webredaktion@fau.de und helfen Sie uns, verborgenen Talente und außergewöhnliche Hobbys zu entdecken.


FAU-Forscherin Lilian Vogl beim Schwimmen im Lago Maggiore.

FAU-Forscherin Lilian Vogl beim Schwimmen im Lago Maggiore. (Bild: Peter Schweizer)

Hier im Blog berichten Beschäftigte regelmäßig, wie sie zu ihrem Hobby gekommen sind – so auch André Reinhardt, der schon seit über zehn Jahren Dudelsack spielt. Oder Lilian Vogl vom Lehrstuhl für Mikro- und Nanostrukturforschung, die die Herausforderung der Deutschlandtour Etappe Ebensfeld nach Erlangen gemeistert hat.