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SAFETY CARD – Prüfung zur Möglichkeit des Homeoffice

Kernmaßnahme in der SARS-CoV2-Arbeitsschutzverordnung ist die „Vereinbarung von Arbeit im Homeoffice“. Nach § 2 Abs. 4 der Verordnung hat der Arbeitgeber den Beschäftigten im Falle von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten in deren Wohnung auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Für die Praxis ergibt sich ein erhöhter Dokumentationsaufwand, der mit der Bereitstellung einer sogenannten SAFETY CARD kompensiert werden soll.

Zum Verfahren selbst:

Vom Vorgesetzten muss für jeden Beschäftigten eine SAFETY CARD erfasst werden.

Unter Punkt 2 (Seite 1) muss die Prüfung der Eignung der Tätigkeiten für Homeoffice dokumentiert werden. Es sind strenge Maßstäbe an diese Prüfung anzulegen, da das Arbeiten im Homeoffice als Infektionsschutz-maßnahme empfohlen ist („Homeoffice ist zu ermöglichen“). Bei positiver Prüfung ist die SAFETY CARD dem Beschäftigten auszuhändigen. Eine Kopie bleibt bei dem Dienstvorgesetzten.

Einseitig kann die Tätigkeit im Homeoffice durch den Dienstvorgesetzten nicht angeordnet werden. Deshalb erfolgt in Punkt 3 (Seite 1) die Annahme bzw. Ablehnung des Angebotes mit einer entsprechenden Unterzeichnung durch die beschäftigte Person. Das Ergebnis der gegenseitigen Vereinbarung ist dem Dienstvorgesetzten mitzuteilen.

Unter Punkt 4 (Seite 2) erfolgt die Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung mit Hilfe der Checklisten der IAG (Institut für Arbeit und Gesundheit der DGUV) der häuslichen Umgebung für die Verrichtung der Homeoffice-Tätigkeit.

Die unterwiesene beschäftigte Person beachtet gewissenhaft die geltenden Arbeitsschutzvorschriften am häuslichen Arbeitsplatz und wendet sich bei Fragen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz an die zuständige Fachkraft für Arbeitssicherheit. Die beschäftigte Person und der Dienstvorgesetzte unterschreiben gemeinsam die 2. Seite der SAFETY CARD.

Die SAFETY CARD muss beim Dienstvorgesetzten aufbewahrt werden, da gem. der Begründung der Verordnung der Arbeitgeber nach § 22 Abs. 1 ArbSchG auf Verlangen der zuständigen Behörde diese vorweisen muss. Der Beschäftigte bekommt eine Kopie davon.

Diese Verfahrensbeschreibung und die Dokumentation der SAFETY CARD finden Sie in unserer Rubrik „Bildschirmarbeit“.