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Tipps vom RRZE gegen Trolle im Zoom-Meeting

Illustration Schreibtisch mit Laptop, auf dem Videocall mit mehreren Menschen zu sehen ist. Außerdem ein Troll, der mit einem roten Kreuz durchgestrichen ist.
Für sicheres Zoomen ohne Trolle lohnt sich ein Blick auf die Checkliste des RRZE (Foto: colourbox.de/ colourbox.de MaryValery)

Troll dich weg

Das zweite digitale Semester, die FAU hat sich umgestellt: Seminare, Vorlesungen und Veranstaltungen finden über Zoom statt, jedoch leider nicht immer ohne Zwischenfälle. Neben technischen Problemen können auch Teilnehmende den Ablauf der Veranstaltung stören. Für ein sicheres Zoom Meeting ohne Störer gibt es einige Tipps vom RRZE.

„Insgesamt läuft es sehr gut. Bei uns tauchen natürlich vor allem dann Fälle auf, wenn es eskaliert“, erklärt Daniel de West, Leiter der Abteilung Kundenservice des RRZE. Er berichtet von Teilnehmenden, die pornografische Bilder auf den Bildschirm bringen, andere immer wieder stummschalten oder sich umbenennen, um unter dem Namen des Dozierenden private Nachrichten im Chat zu verschicken. Manchmal ist es nur ein kleiner Spaß von Studierenden, es gibt aber auch fremde Teilnehmende, die nur am Zoom-Meeting teilnehmen, um es zu stören.

Zu solchen Vorfällen muss es nicht kommen: „Das RRZE hat die fau.zoom-Einstellungen so eingerichtet, dass man sie für Standardfälle ohne Sicherheitsbedenken nutzen kann. Diese Einstellungen sollte man nicht ohne Grund ändern“. So ist zum Beispiel die Funktion der Datenübertragung in der Chatfunktion für Teilnehmende vom RRZE gesperrt, diese Einstellung lässt sich auch nicht manuell vom Moderator ändern. Außerdem wird verhindert, dass Teilnehmende Kommentare oder Bilder auf dem Bildschirm hinterlassen können. Grundsätzlich gilt: je mehr Interaktion, desto größer die Sicherheitsrisiken. Deshalb sollte man immer zwischen der notwendigen Interaktion und dem Sicherheitsbedürfnis abwägen.

Hilfestellungen und Tipps hat das RRZE auf seiner Website zusammengestellt. Sinnvoll ist es, Meeting-Vorlagen zu erstellen. So können Dozierende die Sicherheitseinstellungen für die unterschiedlichen Veranstaltungsformen in Ruhe auswählen. Dabei hilft die Checkliste des RRZE. Je nach Veranstaltung kann es außerdem sinnvoll sein, das Meeting vorher mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu testen. Daniel de West rät außerdem, den Umgang mit Zoom zu üben. „Man sollte sich vorher in Ruhe mit dem Meeting-Raum vertraut machen und sich überlegen, wie man mit Störern umgeht. Dann kann man in der sowieso schon stressigen Vorlesung schnell reagieren“. Ein weiterer Tipp: Um Störer nicht extra einzuladen, sollte der Meeting-Link nicht auf Twitter oder anderen öffentlichen Plattformen geteilt werden. Besser ist es, den Link über StudOn oder private Verteiler zu verschicken. Denn: je öffentlicher der Link bekannt ist, umso mehr Trolle werden angelockt – vor allem wenn es im Meeting um kontrovers diskutierte Inhalte geht.

„Das ILI und das RRZE haben die Zoom-Betreuung unter sich aufgeteilt – das RRZE kümmert sich vorrangig um die Technik während das ILI vor allem Lehrende bei der Gestaltung der Online-Lehre berät“, erläutert Daniel de West. Das ILI bietet daher neben umfangreichen Leitfäden auch Zoom-Coaching – also Online-Sprechstunden für Lehrende speziell zu Zoom – an.

Checkliste des RRZE

Abwägen zwischen gewünschter und/oder notwendiger Interaktion und dem Sicherheitsbedürfnis.

Standardeinstellung des RRZE nicht ohne Grund verändern.

Vor dem Meeting können Sie bei Ihrem Zoom Account unter „Einstellungen“ die Grundeinstellungen überprüfen. Dabei sollten Sie auf folgende Punkte achten:

Keine persönliche Meeting-ID verwenden, diese bleibt sonst über das Meeting hinaus aktiv.

  • In der Grundeinstellung ist bei „Meeting ID“ „automatisch“ vorausgewählt. Sie müssen also nichts verändern.

Teilnehmende beim Beitritt stummschalten.

  • In der Grundeinstellung werden die Kamera und der Ton der Teilnehmenden automatisch beim Beitritt ausgeschaltet. Diese Funktion sollte beibehalten werden.
  • Im Zoom-Meeting kann der Host unter „Sicherheit“ auswählen, ob die Teilnehmenden ihre Stummschaltung selbst deaktivieren können.

Warteraum aktivieren.

  • In der Grundeinstellung ist der „Warteraum“ aktiviert. Der Host muss die Teilnehmenden einzeln zulassen.
  • Ist der Warteraum aktiviert, können Teilnehmende automatisch erst nach dem Host das Meeting beitreten.

Bei Bedarf einen zusätzlichen Moderator bestimmen, dieser kann als digitaler Türsteher den Warteraum verwalten.

  • Die Funktion einen Co-Moderator zu ernennen, ist in den Grundeinstellungen aktiviert. Sie können einen Co-Moderator bereits bei der Planung des Meetings bei „Alternative Moderatoren“ unter Angabe der E-Mail-Adresse ernennen, oder im Meeting selbst auswählen.

Chat nur freigeben, wenn es für das Meeting notwendig ist.

  • Sowohl Privatnachrichten als auch Nachrichten in der Gruppe sind in der Grundeinstellung erlaubt. Sie können die Nutzung des privaten und des allgemeinen Chats unter „Meine Einstellungen“ in „In Meeting (Grundlagen)“ grundsätzlich deaktivieren.
  • Im Zoom-Meeting selbst kann unter „Sicherheit“ die Chatfunktion ebenfalls deaktiviert werden.

Bildschirmfreigabe für Teilnehmende deaktivieren.

  • In der Grundeinstellung kann nur der Moderator seinen Bildschirm freigeben, diese Einstellung sollte nicht verändert werden.
  • In der Grundeinstellung kann außerdem nur die Person, die ihren Bildschirm freigibt, den Screen mit Beschriftungswerkzeug kommentieren. Im Zoom-Meeting können die Einstellungen neben dem Button „Bildschirm freigeben“ unter „Erweiterte Freigabeoptionen“ ebenfalls verändert werden.
  • Während des Zoom-Meetings kann der Moderator einzelne Teilnehmerinnen und Teilnehmer berechtigen, ihren Bildschirm freizugeben.

Im Zoom-Meeting selbst befindet sich links unten in der Leiste der Button „Sicherheit“. Dort können Sie:

das „Meeting sperren“, wenn alle erwarteten Teilnehmerinnen und Teilnehmer beigetreten sind.

  • In der Grundeinstellung ist dort kein Haken gesetzt. Wenn sie das Meeting sperren wollen, klicken sie einmal auf „Meeting sperren“, wenn Ihre Gruppe vollständig ist.

unter „Teilnehmer die Erlaubnis geben“ einige Funktionen der Teilnehmenden aktivieren/deaktivieren.

  • In der Grundeinstellung können die Teilnehmenden nicht ihren „Bildschirm freigeben“. Diese Einstellung sollte beibehalten und kein Haken gesetzt werden.
  • In den Grundeinstellungen ist der private und der allgemeine „Chat“ erlaubt. Falls Sie den Chat nicht unbedingt benötigen, sollten Sie dort den Haken entfernen.
  • In der Grundeinstellung ist „Sich Umbenennen“ grundsätzlich möglich. Diese Funktion sollten Sie mit einem Klick sperren.
  • In den Grundeinstellungen können Teilnehmende „Sich selbst die Stummschaltung aufheben“. Um Störungen zu vermeiden, kann es sinnvoll sein, diese Funktion zu deaktivieren. Durch die Funktion „Hand heben“ oder in einem aktivierten Chat können sich Teilnehmende „melden“ und der Host gibt die Stummschaltung dann für die betreffende Person frei.

Im Notfall können Sie störende Personen auch direkt aus dem Meeting entfernen.

  • Im Menü „Teilnehmer“ können Sie mit der Maus über die Namen der teilnehmenden Personen fahren. Dabei erscheinen mehrere Optionen, einschließlich der Option „Entfernen“. Auch das sollte man einmal geübt haben, damit es im Fall der Fälle schnell geht.

Kontakt

Daniel de West, RRZE, zoom@fau.de

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