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Methoden der Konfliktlösung

Unser Verständnis von Konfliktlösung

Konflikte sollen dort gelöst werden, wo sie entstehen. Das bedeutet, dass die Konfliktparteien grundsätzlich an einer Lösung aktiv mitarbeiten.

Im nicht-wissenschaftlichen Bereich soll mit Hilfe des „4-Schritte Modells“ eine Konfliktlösung erreicht werden.

4-Stufen-Modell der Konfliktloesung

4-Stufen-Modell der Konfliktloesung

Erläuterung des 4-Stufen-Modells

Schritt 1: Eigenständige Lösungssuche

Bereitschaft zur Konfliktlösung,
Probleme zeitnah ansprechen im 4 Augengespräch,
wenn keine Lösung, erfolgt Schritt 2

Schritt 2: direkte/r Vorgesetzte/r

Führt Einzelgespräche mit den Beteiligten,
Unterstützt unparteiisch bei der Lösungsfindung, gemeinsam mit den Beteiligten,
wenn keine Lösung, erfolgt Schritt 3

Schritt 3: nächst höhere Führungsebene

Führt Einzelgespräche mit den Beteiligten
Unterstützt unparteiisch bei der Lösungsfindung, gemeinsam mit den Beteiligten
wenn keine Lösung, erfolgt Schritt 4

Schritt 4: Konfliktberatungsstelle (KBS)

Lädt alle Beteiligten zu einem „runden Tisch“ Gespräch ein, um das weitere Vorgehen zu besprechen
Vereinbarung von weiteren Maßnahmen

Weitere Methoden der Konfliktlösung

Mediation

Mediation bedeutet so viel wie „vermitteln“.

Ziel der Mediation ist, dass die am Konflikt Beteiligten selbstständig eine tragfähige Lösung für die Zukunft entwickeln, die ihren Interessen und Bedürfnissen entspricht. Ermöglicht wird das durch ein zielorientiertes, strukturiertes Phasenmodell und bedürfnisorientierte Gesprächsführung. Diesen Prozess leiten neutrale (bzw. allparteiliche) Mediatoren, die zur Verschwiegenheit nach außen verpflichtet sind und gleichzeitig Offenheit und Transparenz dadurch gewährleisten, dass beim Mediationsprozess alle Konfliktparteien anwesend sind und sich aktiv beteiligen.

Die Grundprinzipien der Mediation sind: Allparteilichkeit, Eigenverantwortlichkeit, Vertraulichkeit und Beteiligung aller. Die Mediation ist ergebnisoffen und setzt die Verhandlungsbereitschaft der Beteiligten voraus.

Mediation

  • Löst ein akutes Problem/Konflikt
  • Schlichtungsverfahren mit einem unparteiischen Mediator
  • Mediation ist immer Ergebnisoffen, d. h. es kommt auf die Konfliktparteien an, ob eine Lösung gefunden wird
  • Dauer ca. 1-5 Termine á 90min.
  • Kann jederzeit von den Beteiligten abgebrochen werden
  • Mediator achtet auf die Einhaltung von Regeln, trifft keine Entscheidungen
  • Lösung durch schriftliche Vereinbarung

Coaching

Coaching ist die zielorientierte Beratung einer einzelnen Person zur Reflexion und Bearbeitung einer aktuellen Problemstellung. Coaching ist somit eine Interaktion von zwei Personen, wobei der/die Beschäftigte Experte für sein/ihr Anliegen (Problem) und der Coach Experte für den Prozess (Fragen, Strukturierung, etc.) ist. Dieser Gleichwertigkeit der Position von Coach und Coachee (Beschäftigte/r) kommt eine zentrale Bedeutung zu, weil der Coaching Prozess als partnerschaftlicher Dialog zu verstehen ist.

Der Coach vereinbart mit dem Coachee zunächst ein Ziel und erarbeitet mit ihm/ihr eine Strategie zur Zielerreichung. Widerstände und Hindernisse werden analysiert und Handlungsvereinbarungen getroffen. Er ist kein Therapeut, sondern führt den Coachee als diskreter Berater durch den Prozess und gibt immer wieder Feedback. Dadurch entstehen für den/die Beschäftigte neue Sichtweisen und Handlungsoptionen.

Coaching bietet Hilfe bei Konflikten, Krisen, Veränderungswünschen, Blockaden, Unterstützung von Ideenfindung, Erschließung von Wahlmöglichkeiten bei scheinbar ausweglosen Situationen.

Supervision

Wenn es in Teams oder Organisationseinheiten Konfliktherde gibt, ist die Mediation weniger geeignet. Hier eignen sich besonders Beratungsformen wie z. B. die Supervision.

Supervision ist immer dann sinnvoll, wenn…

  • Teams oder Arbeitsgruppen Problemlösungsstrategien entwickeln sollen,
  • das Verständnis der Teammitglieder füreinander erhöht werden soll,
  • schwelende Konflikte die Zusammenarbeit stören und Abläufe blockieren,
  • die Produktivität gesteigert werden soll.

Supervision

  • Löst strukturelle Probleme in Teams und Gruppen
  • Beratungsform für strukturelle Konflikte z. B. in Teams
  • Supervisor ist Berater, d. h. er bringt eigene Ideen ein und macht Vorschläge für Lösung
  • Dauer kann auch ½ – 1 Arbeitstag (Workshop) sein
  • Supervision setzt einen (Veränderungs-)Prozess in Gang, der regelmäßig durch weitere Sitzungen optimiert wird
  • Supervisor achtet auf die Einhaltung von Regeln, analysiert Verhaltensmuster der Gruppe und bringt Vorschläge für Lösung mit ein